Installation eines Hybridrasens im BC Place Vancouver für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™
Rückbau, Aufrollen und Transport des Rasens zur Bos Sod Farm Inc. nach dem letzten Spiel im Stadion
Wiederverwertung verschiedener Komponenten des Rasens im Verlauf der kommenden zwölf Monate
Zwei Monate nach der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ lebt das Vermächtnis des Turniers in Form einer bedeutenden Nachhaltigkeitsinitiative weiter, von der mehrere Vereine in Kanada und die Umwelt noch über Jahre hinweg profitieren werden.
Nach dem letzten WM-Spiel im BC Place Vancouver im Juli begann für ein Team von Platzpflegefachleuten bereits die Arbeit am nächsten bedeutenden Kapitel des Turniers.
Nur wenige Stunden nach dem Schlusspfiff des Achtelfinalspiels in Vancouver, in dem sich die Schweiz im Elfmeterschiessen gegen Kolumbien durchsetzte, begann das Team mit dem Rückbau des Hybridrasens, um die natürlichen und synthetischen Bestandteile des Spielfelds zu recyceln.
Da im BC Place Vancouver, der Heimstätte der Vancouver Whitecaps aus der Major League Soccer und der BC Lions aus der Canadian Football League, in der Regel ein Kunstrasen liegt, musste dieser vor der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in diesem Sommer ausgetauscht werden.
Verlegt wurde ein Hybridrasen, der aus einer 38 mm starken Schicht aus Sand von Vancouver Island in Westkanada, einer Saatgutmischung aus je 50 % Wiesenrispengras und Deutschem Weidelgras sowie einer in Australien hergestellten, kompostierbaren Tragschicht mit eingearbeiteten synthetischen Fasern bestand.
Gezogen wurde der Rasen von Bos Sod Farms Inc. im nahegelegenen Abbotsford (British Columbia),ehe er vor dem Auftaktspiel in Vancouver verlegt wurde.
Diese Kombination sorgte für eine ideale Spielunterlage, die im Verlauf des Turniers von zahlreichen Spielern gelobt wurde. Gleichzeitig brachte sie jedoch eine Herausforderung mit sich: Da im BC Place Vancouver nach dem Ende des Turniers wieder ein Kunstrasen vorgesehen war, musste eine nachhaltige Lösung für den Hybridrasen gefunden werden.
Da die synthetischen Fasern des Hybridrasens von den natürlichen Bestandteilen getrennt werden mussten, kam eine direkte Weitergabe der Unterlage nicht infrage. Deshalb musste eine neue und innovative Recyclinglösung entwickelt werden.
Nach dem Abtragen und Aufrollen der Rasenstücke wurde das Spielfeld zur Bos Sod Farms Inc. transportiert, wo es insgesamt rund zwölf Monate lang verbleiben wird.
In dieser Zeit werden die synthetischen und natürlichen Bestandteile des Rasens in einem speziellen Verfahren voneinander getrennt. Dadurch können die synthetischen Fasern recycelt und die natürlichen Materialien zur Herstellung neuer Spielfelder und Rasenstücke weiterverwendet werden. Weitere Materialien, darunter die Kunststoffkisten sowie Teile der Bewässerungs- und Entwässerungssysteme, werden einer neuen Verwendung zugeführt.
„Da es sich um ein temporäres Spielfeld für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft handelte, musste es nach demTurnier entfernt werden“, sagte Gillian Orris, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei FIFA Kanada.
„Dies ist das erste Mal, dass ein WM-Spielfeld recycelt wurde. Unser Team hat gemeinsam daran gearbeitet, eine verantwortungsvolle Lösung fürdiesesVorhaben zu finden. Dieser Ansatz zeigt, dass Recycling bei künftigen Turnieren und grossen Sportveranstaltungen mit temporären Spielfeldern ein integraler Bestandteil des Lebenszyklus eines Spielfelds sein kann.“
„Das ist wichtig, denn eine Veranstaltung dieser Grössenordnung hat zwangsläufig Auswirkungen auf die Umwelt. Initiativen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Nachhaltigkeit zu fördern und die Umweltauswirkungen zu verringern.“