Der FIFA-Vergütungsausschuss und der FIFA-Präsident haben sich auf ein Basisbruttogehalt von CHF 1,5 Millionen pro Jahr plus Zusatzleistungen geeinigt. Der Ausschuss hat sich mit der FIFA-Generalsekretärin auf ein Basisbruttogehalt von CHF 1,3 Millionen pro Jahr plus Zusatzleistungen geeinigt.
Der Vergütungsausschuss unter dem Vorsitz von Tomaz Vesel legte Zahlen unter Berücksichtigung einiger Faktoren fest, darunter zwei unabhängige Expertenmeinungen von externen Personalberatern..
**Vergütung des FIFA-Präsidenten
**Jährliches Bruttogehalt: CHF 1,500,000
Bonus 2016: 0
Zusatzleistungen: Auto und Unterkunft kostenlos während seiner Amtszeit und Beitrag an Auslagen gemäß FIFA-Spesenreglement (CHF 2000 pro Monat)
**Vergütung der FIFA-Generalsekretärin
**Jährliches Bruttogehalt: CHF 1,300,000
Bonus für 2016: 0
Zusatzleistungen: Auto und Beitrag an Auslagen gemäß FIFA-Spesenreglement (CHF 2000 pro Monat)
Der Vergütungsausschuss beschloss, für 2016 keine Boni zu zahlen. Die Mitglieder des Ausschusses, der Präsident und die Generalsekretärin sind der Auffassung, dass die aktuellen Vergütungsrichtlinien der FIFA mangelhaft und offen für Missbrauch sind. Ab 2017 werden Bonuszahlungen gemäß objektiven Kriterien im Zusammenhang mit der Mission und dem Betrieb der FIFA sowie dem Ergebnis der organisatorischen Reformen, die gegenwärtig umgesetzt werden, gewährt.
Alle Elemente der Verträge des Präsidenten und der Generalsekretärin entsprechen Schweizer Recht und den FIFA-Bestimmungen und -Reglementen. Alle dieses Jahr gezahlten Beträge werden im Finanz- und Governance-Bericht 2016 der FIFA veröffentlicht werden. Der Vergütungsausschuss wird die Umsetzung der Verträge und deren Einhaltung regelmäßig prüfen.
Des Weiteren wird der Vergütungsausschuss eine umfassende Überarbeitung der Vergütungsrichtlinien der FIFA vornehmen und in den kommenden Monaten einen Entwurf für neue Richtlinien ausarbeiten, der die Verpflichtung der FIFA zu Transparenz und Good Governance beinhaltet.
Die Jahresvergütung des FIFA-Präsidenten beträgt weniger als 25 % der Vergütung seines Vorgängers (Durchschnitt für 2010–2015 inkl. Boni).
Die Jahresvergütung der FIFA-Generalsekretärin beträgt ebenfalls weniger als 25 % der Vergütung ihres Vorgängers (Durchschnitt für 2010–2015 inkl. Boni).
Tomaž Vesel, Vorsitzender des FIFA-Vergütungsausschusses: "Peter Braun, Issa Hayatou (Vorsitzender der FIFA-Finanzkommission) und ich sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieses transparenten und gewissenhaft geführten Prozesses.
Wir sind der Meinung, dass die Beträge in Anbetracht der Herausforderungen, die der Präsident und die Generalsekretärin zu bewältigen haben, absolut angemessen sind. Dem FIFA-Präsidenten kommt als Führungsfigur der FIFA eine Schlüsselrolle zu. Er leitet die Organisation und gibt die Gesamtstrategie mit der klaren Mission vor, den Fussball zu entwickeln und zu schützen. Er trägt auch eine große Verantwortung hinsichtlich des bei der FIFA laufenden Reformprozesses. Die Generalsekretärin stellt sicher, dass die FIFA-Administration für die Weiterentwicklung des Fussballs und die weltweite Unterstützung der Mitgliedsverbände effizient arbeitet. Beide Führungskräfte spielen bei der Umsetzung der für die Zukunft der FIFA so wichtigen Reformen eine Schlüsselrolle.
Die Mitglieder des Vergütungsausschusses und Präsident Infantino sind überzeugt, dass die FIFA neue Vergütungsrichtlinien braucht. Aus diesem Grund wurde beschlossen, dem Präsidenten und der Generalsekretärin 2016 keine Boni zu zahlen.
Fehler in der Vergangenheit zeigen, dass die aktuellen Richtlinien unzureichend sind. Wir werden die Richtlinien mit Blick auf einen neuen Entwurf überarbeiten, der die Verpflichtung der FIFA zu Good Governance und Transparenz beinhaltet, einen Entwurf, der exzessive Zahlungen, wie sie leider in der Vergangenheit erfolgt sind, verhindert. Im Rahmen dieser Überarbeitung untersuchen wir alle Zahlungen genau, die an das frühere FIFA-Management geleistet wurden.“
Gianni Infantino, FIFA-Präsident: "In Anbetracht der Missverständnisse und falschen Darstellungen in Bezug auf diesen Prozess und meine Vergütung freue ich mich, dass diese Sache nun erledigt ist und ich einen unterzeichneten, gültigen Arbeitsvertrag habe. Ich bin zufrieden, dass meine Gespräche mit dem Vergütungsausschuss transparent und offen waren.
Weiter zeigen die finanziellen Elemente des Vertrags ganz klar auf, dass ich solche Verhaltensweisen, die in der Vergangenheit zu Missbräuchen geführt haben, unterbinden will. Die heutige Ankündigung unterstreicht die Bedeutung, die die neue FIFA-Führung der Transparenz und Good Governance beimisst. Ich freue mich auch besonders darüber, dass der Vergütungsausschuss die aktuellen Vergütungsrichtlinien überarbeiten und neue, verbesserte Richtlinien vorlegen wird. Ich bin fest entschlossen, dafür zu sorgen, dass unter meiner Präsidentschaft keine Missbräuche des Systems passieren werden."