Als langjährige strategische Partnerin der UNESCO hat die FIFA kürzlich an der siebten Internationalen UNESCO-Konferenz der für Leibeserziehung und Sport zuständigen Minister und Hohen Beamten (MINEPS VII) in Baku (Aserbaidschan) teilgenommen.
Die MINEPS ist die einzige globale Plattform dieser Art, die Regierungen, zwischenstaatliche Organisationen, die Sportbewegung, die akademische Welt und spezialisierte Nichtregierungsorganisationen zusammenbringt. Bei der prestigeträchtigen Veranstaltung erörterten über 50 Minister und ranghohe Beamte sowie mehr als 540 Delegierte aus 124 Ländern und von internationalen Organisationen, wie der Sport am besten den positiven Wandel fördern und zu den UNO-Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen kann. Zusammen mit anderen globalen Sportorganisationen nahm die FIFA als Beobachterin teil.
Im Vorfeld der Konferenz fand ein Forum statt, bei dem Interessengruppen führender Nichtregierungsorganisationen, gemeinnütziger Organisationen und Profisportler ihre Unterstützung für den UNESCO-Sportrahmen zusicherten
Einer der Höhepunkte der Konferenz war die Verabschiedung des UNESCO-Dokuments „Fit for Life Alliance“. Das „Fit for Life“-Rahmenwerk wurde am 15. November 2021 bei der UNESCO-Generalkonferenz als Antwort auf die COVID-19-Pandemie mit Blick auf eine schnellere Erholung lanciert. Die globale Initiative will sinnvolle Investitionen in den Sport fördern, die der Bildung, der Gleichstellung und dem Wohlbefinden zugutekommen. Die Initiative ist ein bereichsübergreifendes Rahmenwerk und Instrument, das die Bewegung und die Teilnahme am Sport fördert und die damit verbundenen sozialen Folgen misst.
Das MINEPS-VII-Abschlussdokument „Fit for Life Alliance“, das vom aserbaidschanischen Jugend- und Sportminister Farid Gayibov und von der Beigeordneten Generaldirektorin für Sozial- und Geisteswissenschaften der UNESCO, Gabriela Ramos, unterzeichnet wurde, stärkt die „Fit for Life“-Sportinitiative auf nationaler und internationaler Ebene.
Die erste MINEPS fand 1976 in Paris statt und setzte sich für die Förderung des Sportunterrichts als Grundrecht für alle ein. Weitere Ausgaben folgten 1988 in Moskau, 1999 in Punta del Este, 2004 in Athen, 2013 in Berlin und 2017 in Kasan.
Die FIFA hat wiederholt auf die Bedeutung von Partnerschaften zwischen Regierungen, nationalen Verbänden und globalen Sportorganen hingewiesen, um für alle den Zugang zum Sport und insbesondere zum Fussball zu verbessern.