Stärkere Verbreitung der Torlinientechnologie
Die Torlinientechnologie (GLT) ist weiter auf dem Vormarsch. Mit der UEFA hat eine weitere Fussballorganisation die Technologie übernommen und für die EURO 2016 sowie ab den Playoffs der Champions League-Saison 2016/17 zugelassen.
Seit der Zulassung durch den International Football Association Board (IFAB) 2012 hat sich die GLT bei verschiedenen FIFA-Wettbewerben wie der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™, dem FIFA Konföderationen-Pokal und der FIFA Klub-Weltmeisterschaft bewährt. Auf nationaler Ebene wird sie von mehreren Mitgliedsverbänden wie dem englischen Fussballverband und dem Deutschen Fussball-Bund sowie von Ligen wie der Premier League (England), Ligue 1 (Frankreich), der Bundesliga (Deutschland), der Serie A (Italien) und der niederländischen Eredivisie (bei ausgewählten Spielen) eingesetzt.
Der schwedische Schiedsrichter Jonas Eriksson, der bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ im Einsatz stand und als einer der besten Schiedsrichter Europas gilt, war hinsichtlich der GLT-Anwendung bei FIFA-Wettbewerben zuerst skeptisch, ist nun aber ein überzeugter Befürworter der Technologie.
"Ich hatte zu Beginn in der Tat Zweifel. Wie funktioniert die Technologie? Ist sie zuverlässig? Nach einem Test mit dem System und meinem ersten Spiel waren aber alle Zweifel beseitigt. Das System liefert genaue, schnelle und zuverlässige Informationen", sagt Eriksson.
"Ich bin sicher, dass alle Offiziellen, Spieler und Fans die Torlinientechnologie bei UEFA-Wettbewerben schätzen werden. Der Einsatz der Technologie in weiteren Stadien und bei weiteren Wettbewerben rund um den Globus ist sinnvoll und wird Diskussionen, ob der Ball die Linie überquert hat oder nicht, im Keim ersticken."
Die Ausweitung der Torlinientechnologie auf weitere Ligen und Wettbewerbe freut auch den Leiter der FIFA-Abteilung für Fussball-Technologie-Innovation, Johannes Holzmüller, dessen Team das umfassende GLT-Testverfahren im Rahmen des FIFA-Qualitätsprogramms geleitet und schliesslich die Zulassung erteilt hat.
"Torlinientechnologie-Systeme werden mittlerweile auf vier Kontinenten eingesetzt und zeigen, dass die Technologie vor allem für die Schiedsrichter ein echtes Hilfsmittel ist, aber auch den Teams und Fans viel bringt", erklärt Holzmüller. "Die heutige Ankündigung der UEFA ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Akzeptanz der Torlinientechnologie im Fussball."
Die Technologie entwickelt sich laufend weiter, weshalb der IFAB im Oktober 2013 strengere GLT-Standards erlassen hat. Seit 2012 sind zudem die Kosten gesunken. Der IFAB hat immer wieder betont, dass die einzelnen Wettbewerbsorganisatoren unabhängig entscheiden können, ob sie die GLT einsetzen wollen oder nicht. Derzeit gibt es in acht Ländern FIFA-zertifizierte GLT-Installationen, während die Zahl der von der FIFA zugelassenen GLT-Anbieter bei drei und die der Testinstitute bei vier liegt. Durch das FIFA-Qualitätsprogramm wird die FIFA das Lizenzierungsverfahren und den GLT-Einsatz weiter beaufsichtigen und die Mitgliedsverbände und Wettbewerbsorganisatoren, die die Technologie nutzen, z. B. mit GLT-Empfehlungen unterstützen.
Weitere Informationen zur GLT und zum FIFA-Qualitätsprogramm finden Sie auf www.fifa.com/quality.