Mittwoch 25 Februar 2026, 13:30

Panamas Fussball macht dank FIFA Forward-Programm Fortschritte

  • Hochleistungszentrum im Rahmen von strategischer Initiative für die Fussballförderung in Panama präsentiert

  • A-Nationalteam nach Abwesenheit bei der WM 2022 im Sommer wieder bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ vertreten

  • U-17-Auswahl für FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2026™ qualifiziert

Durch die hervorragende Arbeit des panamaischen Fussballverbands (FPF) und seiner Nationalteams hat Panama seine Position im mittelamerikanischen Fussball gestärkt. Dies ist nicht nur den guten Auftritten auf dem Spielfeld geschuldet, aufgrund derer die Auswahlteams des Landes jetzt wieder bei wichtigen Turnieren dabei sind, sondern auch dem grossen Engagement des Verbands.

Anfang Februar stellte der FPF Mitgliedern der FIFA-Subdivision Mitgliedsverbände (Amerika) nun das Projekt eines Hochleistungszentrums vor. Die strategische Initiative, mit der die fantastische Entwicklung des panamaischen Fussballs fortgesetzt werden soll, wird über das FIFA-Forward-Entwicklungsprogramm unterstützt.

The Panamanian Football Association (FPF) recently presented the High Performance Centre (CAR), a strategic initiative for the development of football in Panama

„Die finanzielle Unterstützung war für die Umsetzung eines Projekts dieser Grössenordnung entscheidend. Damit hatten wir eine solide Grundlage und konnten unsere Schlüsselinfrastruktur weiterentwickeln, ohne als Verband in eine Schieflage zu geraten“, erklärte Matthew De Roche, Entwicklungsdirektor des FPF.

„Der FPF hat die strategische Entscheidung getroffen, das Hochleistungszentrum phasenweise auszubauen. So können wir die Ressourcen optimieren, Risiken senken und die Bereiche priorisieren, die kurzfristig grössere sportliche Auswirkungen haben, ohne unsere langfristige Vision aus den Augen zu verlieren“, fügte er hinzu.

Das Hochleistungszentrum wird jetzt und in Zukunft Dreh- und Angelpunkt des panamaischen Fussballs sein, da es allen Teams zugutekommt. „Damit können wir die grundlegende Vorbereitung unserer Nationalteams von den Junioren bis zur A-Stufe an einem Ort zusammenführen. Wir können mit sportlichen Ressourcen auf höchstem Niveau arbeiten und langfristig planen, ohne von externer Infrastruktur abhängig zu sein“, betonte er.

Das FIFA-Forward-Programm bietet den MAs entscheidende und massgeschneiderte Unterstützung im Bereich der Fussballförderung – finanziell und anderweitig. Das Hochleistungszentrum des FPF ist ein Paradebeispiel dafür.

„Das Forward-Programm ermöglicht uns die Umsetzung des Hochleistungszentrums unter den Aspekten von Nachhaltigkeit, Good Governance und strategischer Planung. Es wird dem Fussball in Panama in den nächsten Jahrzehnten zugutekommen“, so De Roche weiter.

„Die Unterstützung der FIFA war entscheidend für die Fussballförderung in Panama. Neben der finanziellen Unterstützung liegt der wahre Mehrwert des Programms in seiner Struktur und den geforderten Rahmenbedingungen. Mit Blick auf die Zukunft hoffen wir, dass das Hochleistungszentrum sich zu unserem Rückgrat entwickelt.

“De cara al futuro, esperamos que el CAR se convierta en nuestra columna vertebral. Wir wollen es zu einem Ort machen, an dem die Ausbildung von Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und weiteren Akteuren zusammenläuft.“

Es gibt viele Belege dafür, dass der panamaische Fussball seine Position in Mittelamerika ausbaut, und die Nationalteams des Landes sind immer häufiger bei FIFA-Turnieren vertreten.

Das Frauen-Nationalteam des Landes gab bei der letzten Ausgabe der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ 2023 in Australien und Neuseeland sein Debüt und überzeugte unter anderem mit einem Traumtor von Marta Cox gegen Frankreich.

Ausserdem rangiert das Männerteam seit 2023 in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste unter den Top 50 und hat sich seit einigen Monaten den Top 30 angenähert. Vor allem aber ist das Team bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ vertreten, nachdem man die Auflage von 2022 in Katar verpasst hatte. Panama tritt gemeinsam mit England, Ghana und Kroatien in Gruppe L an.

„Das ist die Folge eines strukturierten Prozesses mit einer Stärkung des Nachwuchsbereichs, einer Professionalisierung der Trainer, geeigneter Infrastruktur, effizienter Verwaltung und einer ganzheitlichen Ausbildung der Spieler. Wenn das gesamte Ökosystem aufeinander abgestimmt und langfristig ausgerichtet ist, wird die Qualifikation für eine WM zu einer realistischen Erwartung und ist keine Überraschung mehr“, so De Roche, der damit nochmals auf die hervorragende Arbeit des FPF verweist.

Der letzte grosse Schritt Panamas war die Qualifikation für die FIFA U-17-Weltmeisterschaft 2026™ in Katar. Panama ist zum fünften Mal bei der WM dieser Altersklasse vertreten. Die U-17-Auswahl besiegte in der Concacaf-Qualifikation im heimischen Rommel-Fernández-Stadion in der Landeshauptstadt Panama-Stadt alle Gegner. El combinado sub-17 logró la victoria en todos sus partidos, disputados en el Estadio Rommel Fernández de la capital del país, Ciudad de Panamá.

„Die Qualifikation ist sehr wichtig, weil sich diese Jungs auf höchstem Niveau messen und spielerisch weiterentwickeln können“, so Felipe Baloy, Trainer der U-17-Auswahl.

Panama's U-17 team confirmed its qualification for the FIFA U-17 World Cup Qatar 2026™ a few days ago

Baloy hat in Panama einen historischen Meilenstein erreicht. Ihm ist es als erstem Panamaer gelungen, sich als Spieler und Cheftrainer eines Nationalteams für eine WM zu qualifizieren. Damit hat seine Stimme wirklich Gewicht, wenn es um die Entwicklung des Fussballs in seinem Heimatland geht.

„Der panamaische Fussball hat in allen Altersklassen grosse Fortschritte gemacht. Die Nationalteams können mithalten und qualifizieren sich für internationale und Weltturniere. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurde intensiviert, damit sie von klein auf an Wettbewerben teilnehmen können“, erklärt er mit Blick auf die wertvolle Arbeit des FPF.

„Für das weitere Wachstum wird es entscheidend sein, dass der FPF auch künftig in die Ausbildung und Entwicklung investiert. Unsere Nachwuchsspieler müssen auf nationaler Ebene in guten Ligen aktiv sein. Das kommt all unseren Junioren-Nationalteams zugute und sorgt dafür, dass wir nicht nur an Turnieren teilnehmen, sondern auch mithalten können.“

Baloy hat auch viel Lob für die FIFA und deren Entscheidung, die Anzahl der Teilnehmer an U-17-Weltmeisterschaften zu erhöhen und diese jährlich auszutragen, denn davon profitiert Panama ebenfalls.

„Das ist eine wunderbare Chance für die jungen Fussballer, die dadurch mehr Möglichkeiten bekommen, sich zu messen und sich konstant weiterzuentwickeln. Diese Chance haben nun viel mehr Teams, die vorher noch nicht einmal an einer Qualifikation teilnehmen konnten.“

Felipe Baloy is the first Panamanian to qualify for the World Cup as a player and now as head coach of Panama's national team