Nach der Teilnahme an der UEFA EURO 2020 träumt Nordmazedonien vom nächsten großen Turnier
Die Unterstützung der FIFA durch das Forward-Programm hat entscheidend zur Entwicklung des Fussballs in Nordmazedonien beigetragen
Insgesamt wurden rund 2,8 Millionen US-Dollar in Infrastrukturprojekte investiert – ein klares Bekenntnis zu nachhaltigem Wachstum
David gegen Goliath – oder vermeintlich kleine Teams, die auf der globalen Bühne auftrumpfen: Dass Träume im Fussball wahr werden können, ist längst kein Mythos mehr, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Das wissen auch die Fans der nordmazedonischen Nationalmannschaft. Das Team nahm mit der UEFA EURO 2020 (die 2021 ausgetragen wurde) erstmals an einer Endrunde teil und schrieb damit Geschichte. Nun steht die Mannschaft in der Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ davor, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Im Kampf um eines der letzten WM-Tickets trifft Nordmazedonien in den Play-offs auf Dänemark.
„Ehrlich gesagt ist dies eines der wichtigsten Spiele meiner Karriere in der Nationalmannschaft. Es gibt kein besseres Gefühl, als in solchen Momenten zu gewinnen und um einen Platz bei der Weltmeisterschaft zu kämpfen. Ich hoffe, wir können den Erfolg von Palermo wiederholen“,so Nationalspieler Aleksandar Trajkovski mit Blick auf das Play-off-Halbfinale zur WM 2022, in dem Italien mit 1:0 geschlagen wurde.
„Zunächst konzentrieren wir uns auf Dänemark – das ist das entscheidende Spiel. Der Druck liegt auf ihrer Seite, wir hingegen haben nichts zu verlieren. Wir werden ruhig auftreten und unser Herz auf dem Platz lassen. Was auch immer passiert – wir sind bereit.“
Dass sich der Fussball in dem Binnenstaat in Südosteuropa in den vergangenen Jahren so positiv entwickelt hat, ist auch auf die Unterstützung der FIFA zurückzuführen, insbesondere im Rahmen des Forward-Programms.
Bereits im vergangenen Juni äußerte sich FIFA-Präsident Gianni Infantino nach einem Treffen mit Masar Omeragić, Präsident des Fussballverbands von Nordmazedonien (FFM), optimistisch über die Zukunft des nordmazedonischen Fussballs und zeigte sich beeindruckt von dessen „visionärem Blick auf den Fussball in seinem Land“.
„Dank der Unterstützung der FIFA im Rahmen des Forward-Programms haben unser Verband und der mazedonische Fussball die echte Chance, den Fussball auf allen Ebenen voranzubringen“, erklärt Omeragić. „Von der Infrastruktur bis zur Förderung der Jugendmannschaften. Die Partnerschaft mit der FIFA ist ein Vertrauensbeweis und Ausdruck einer gemeinsamen Vision für einen besser organisierten, stärkeren und wettbewerbsfähigeren Fussball. Mit einem klaren Plan und engagiertem Einsatz bauen wir ein System auf, das die Voraussetzungen für neue Generationen und größere Erfolge schafft.“
Ein zentrales Ziel des FFM ist der Ausbau der Infrastruktur. Entsprechend floss ein Großteil der Mittel aus dem FIFA-Forward-Programm – rund 2,8 Millionen US-Dollar – in Stadien, Trainingszentren und Fussballplätze. Dies unterstreicht das klare Bekenntnis zu nachhaltigem Wachstum und zur langfristigen Entwicklung des nationalen Fussballs.
Ende 2025 wurden über 205.000 US-Dollar in die Modernisierung des Hauptplatzes im Petar-Miloševski-Trainingszentrum in Skopje investiert. Der Platz erhielt einen Belag in Profiqualität sowie moderne Entwässerungs- und Bewässerungssysteme und wurde damit auf internationales Niveau gebracht. Der hochwertige Naturrasen schafft optimale Bedingungen für die Entwicklung von Spitzen- und Nachwuchsspielern und trägt zugleich zur Verletzungsprävention bei. So sind eine ganzjährige Nutzung auf höchstem Niveau und sichere Trainingsbedingungen gewährleistet – nicht nur für die A-Nationalmannschaft.
Diese langfristig positive Entwicklung spiegelt sich auch in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste wider. Nordmazedonien hat sich im Vergleich zu früheren Jahren deutlich verbessert und ist seit seinem Tiefpunkt im März 2017 um rund 100 Plätze geklettert – ein klarer Beleg für den nachhaltigen Aufwärtstrend.
Vision: Fussball im ganzen Land stärken
Die Investitionen beschränken sich jedoch nicht auf den Spitzensport, sondern reichen bis dorthin, wo Kinder mit leuchtenden Augen dem Ball hinterherjagen und erste Träume entstehen. Im Norden und Süden des Landes – in Lipkovo und Dojran – wurden ebenfalls Spielfelder saniert. Die modernisierten Plätze eröffnen lokalen Vereinen, Nachwuchsspielern und ganzen Gemeinden neue Perspektiven.
Parallel dazu wurde auch das Petar-Miloševski-Stadion in Bitola weiterentwickelt. Rund 155.000 US-Dollar flossen in die Modernisierung zentraler Bereiche wie Pressezentrum, Medienräume und VIP-Zonen. Ziel war es, Funktionalität und Komfort auf ein internationales Niveau zu heben – ein wichtiger Schritt für die professionelle Außendarstellung des nordmazedonischen Fussballs.
All diese Maßnahmen verfolgen eine klare Vision: den Fussball im ganzen Land nachhaltig zu stärken und ein stabiles Fundament für die Zukunft des Sports zu schaffen. Einen zusätzlichen Schub könnte diese vielversprechende Entwicklung erhalten, wenn Nordmazedonien Dänemark besiegt und sich anschließend im UEFA-Play-off-Finale durchsetzt – und mit der erstmaligen Qualifikation für eine Weltmeisterschaft weiteres Neuland betritt.