Geschätzte Reichweite der Kampagne bislang über 835 Millionen Menschen weltweit, wie an der IFAB-Jahresversammlung Anfang dieses Monats berichtet
Bereits über 90 FIFA-Mitgliedsverbände mit an Bord der letzten September lancierten Kampagne
Schwerpunkte der Kampagne: Bewusstsein, dass eine Gehirnerschütterung eine gravierende Hirnverletzung darstellt, Erkennen von möglichen Gehirnerschütterungen und Massnahmen zum Schutz der Spieler
Die wegweisende Aufklärungskampagne der FIFA zu Gehirnerschütterungen „Vermuten und schützen“, entwickelt in Partnerschaft mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat bislang schätzungsweise 835 Millionen Menschen erreicht, zu 482.7000 Onlineaufrufen sowie 2070 Downloads des Toolkits geführt und wächst stetig weiter. Die Kampagne startete im September 2024 und wurde seither von FIFA-Mitgliedsverbänden in allen Konföderationen übernommen. Über 90 Verbände haben an Informationsveranstaltungen teilgenommen und die Kampagne in ihren jeweiligen Ländern auf Ebene der Nationalteams, der Klubs und des Kinderfussballs bereits umgesetzt oder sich zu ihrer Lancierung verpflichtet.
Jedes Jahr am 20. März wird der Welttag zur Sensibilisierung für Kopfverletzungen begangen, an dem Experten und Organisationen dieses Thema in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. So sprach dieses Jahr Dr. Andrew Massey, der medizinische Direktor der FIFA, an der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne, wo er den Ansatz der FIFA zum Umgang mit Gehirnerschütterungen und zur Förderung des diesbezüglichen Bewusstseins vorstellte.
Der ugandische Fussballverband (FUFA) ist nur einer der zahlreichen FIFA-Mitgliedsverbände, die die Kampagne erfolgreich lanciert haben. Der FUFA führte entsprechende Schulungen mit seinen Männer-, Frauen- und Jugendnationalteams durch, bewarb die Kampagne auf seinen Social-Media-Kanälen und entwickelte mit seinem medizinischen Personal ein strukturiertes Programm zur Umsetzung des FIFA-Protokolls zu Gehirnerschütterungen für medizinisches Personal sowie des FIFA-Protokolls zu Gehirnerschütterungen für den Breitensport auf möglichst vielen Stufen.
„Der ugandische Fussballverband ist stolz, die gemeinsame Initiative der FIFA und der Weltgesundheitsorganisation zu Gehirnerschütterungen zu unterstützen“, erklärte der medizinische Leiter des FUFA, Dr. Apollo Ahimbisibwe. „Wir setzen alles daran, bei den Spielerinnen und Spielern unserer heimischen Ligen und der Nationalteams, Trainern, medizinischem Personal und allen anderen Akteuren des ugandischen Fussballs das Bewusstsein für Gehirnerschütterungen zu schärfen.“
„Über Ausbildungen und Schulungen vermitteln wir, dass kein Spiel das Risiko wert ist. Um ein sicheres Spielumfeld für alle zu gewährleisten, werden wir diese wichtige Botschaft auf das ganze Land ausweiten, damit sie Schulen, Amateurvereine und alle Fussballbegeisterten erreicht. Die Sicherheit und das Wohlergehen der Spieler sind unser oberstes Anliegen, und wir setzen uns dafür ein, das Spiel für alle Beteiligten sicher zu machen.“
Die FIFA und die WHO lancierten „Vermuten und schützen“, um auf das Thema aufmerksam zu machen und konkrete Hilfestellung zu bieten. Die insbesondere an Spieler, Trainer und medizinische Fachkräfte gerichtete Kampagne umfasst drei klare Botschaften:
Aufmerksam sein Ob als Spieler, Trainer oder Betreuer von Fussballspielern: Gehirnerschütterungen muss man immer ernst nehmen. Sie sollten deshalb die häufigsten Symptome einer Gehirnerschütterung kennen und wissen, wann dringend ein Arzt aufzusuchen ist.
Vermuten Jede Person, die einen direkten Schlag auf den Kopf oder indirekt durch einen Schlag auf den Körper, in den Nacken oder im Schulterbereich erhält, sollte auf Symptome einer Gehirnerschütterung untersucht werden. Symptome können auch bis zu 72 Stunden nach einem Schlag auftreten.
Schützen Jede Person, die ein oder mehrere Symptome einer Gehirnerschütterung aufweist, sollte das Spielfeld sofort verlassen und so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Einige Symptome erfordern dringende medizinische Behandlung. Befolgen Sie die FIFA-Richtlinien für eine sichere Rückkehr.
Ergänzt wird die Kampagne durch das FIFA-Protokoll zu Gehirnerschütterungen für medizinisches Personal sowie das FIFA-Protokoll zu Gehirnerschütterungen für den Breitensport.
Im Hinblick auf die bevorstehende FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ hat die FIFA derweil mit der Durchführung von Kursen begonnen, die sicherstellen sollen, dass das medizinische Personal bestmöglich darauf vorbereitet ist, angeschlagene oder verletzte Spieler auf dem Feld zu betreuen.
Der FIFA-Notfallmedizinkurs der Profistufe zur erstklassigen Schulung aller mit dem Wohlbefinden von Spielern betrauten Akteure ist ein zentraler Bestandteil sowohl der Vorbereitung auf alle grossen Turniere als auch des Engagements der FIFA für die Standardisierung der medizinischen Versorgung bei Fussballspielen weltweit.
Auf den ersten dieser Kurse, der am 20. und 21. Januar 2025 am FIFA-Sitz in Zürich stattfand, werden an verschiedenen Orten weitere folgen.