Manchester City beendete die Saison in England ohne Niederlage, während Lyon und Paris Saint-Germain in Frankreich bislang perfekt in die neue Saison gestartet sind. In Deutschland hingegen kassierte Tabellenführer Turbine Potsdam die erste Niederlage, während der schweizerische FC Zürich derzeit eine leichte Formkrise durchmacht.
England: Manchester City jubelt erneut Der neue Meister Manchester City hat die komplette Saison ohne Niederlage absolviert. Das 1:1-Remis vor eigenem Publikum gegen Birmingham City konnte die Feierlaune kaum trüben. Einen Monat zuvor hatte Manchester City den Ligapokal gegen den gleichen Konkurrenten gewonnen. "Es wird jetzt allerdings zehn Mal schwerer. Das ist immer so", meinte Stürmerin Toni Duggan mit Blick auf die angestrebte Titelverteidigung im kommenden Jahr. "Es ist sehr schwer, den Titel zu verteidigen, doch wir haben einen Kader, der Großes leisten und außerdem auch in der Champions League Erfolg haben kann."
Der Tabellenzweite Chelsea mühte sich unterdessen zu einem 3:2-Heimsieg gegen Reading. Arsenal kann weiter darauf hoffen, die Blues noch zu überholen und sich selbst den zweiten Startplatz in der UEFA Champions League der Frauen zu sichern. Der 2:0-Sieg der Gunners gegen Doncaster Rovers Belles war auch ein persönlicher Triumph für Nationalstürmerin Jodie Taylor, die sich nach langer Verletzungspause mit einem Doppelpack in der zweiten Halbzeit zurück meldete. Yeovil Town hat sich unterdessen am vorletzten Spieltag den Aufstieg gesichert.
Die ersten Drei: Manchester City (42 Punkte), Chelsea (34), Arsenal (29)
Deutschland: Turbine stottert, Bayern lauert Außenseiter Freiburg ist auch nach dem sechsten Spieltag mitten unter den großen Namen in der Spitzengruppe zu finden. Das Team aus dem Südwesten beendete am Sonntag die Siegesserie von Tabellenführer Turbine Potsdam. Lina Magull sorgte mit ihren zwei Treffern für die Entscheidung zugunsten der Freiburgerinnen. Für Potsdam erzielte Elise Kellond-Knight wie vor zwei Wochen einen spektakulären Freistoßtreffer. Bayern München kommt nach dem eher verhaltenen Saisonstart immer besser in Fahrt und siegte mit 3:1 gegen Duisburg. Allerdings hat das Starensemble des Titelverteidigers in den bisherigen sechs Spielen erst acht Treffer erzielt. Im Duell zwischen Wolfsburg und dem 1.FFC Frankfurt fielen keine Tore.
Die ersten Drei: Turbine Potsdam (15 Punkte), Freiburg, Wolfsburg (beide 14)
Frankreich: Meister und Verfolger im Fernduell Paris Saint-Germain ist mit großen Ambitionen in die neue Saison gestartet und kann bislang mit Serienmeister Lyon mithalten, der seit 2007 alle Meisterschaften gewonnen hat. Beide Teams haben sechs Siege in sechs Spielen eingefahren. Allerdings hat Lyon bereits eine deutlich bessere Tordifferenz, die am Wochenende noch weiter anwuchs. Eugenie Le Sommer trug einen Hattrick zu Lyons 9:1-Kantersieg gegen Guingamp bei, während Paris Saint-Germain dank eines Treffers von Marie-Antoinette Katoto Montpellier die erste Saisonniederlage zufügte.
Die ersten Drei: Lyon, Paris Saint-Germain (beide 18 Punkte), Montpellier (15)
Schweiz: Meister erneut ohne Sieg Der schweizerische Meister FC Zürich leistete sich im Vorfeld des Champions-League-Spiels gegen Lyon in der kommenden Woche einen erneuten Stolperer, dieses Mal mit einem 2:2-Unentschieden bei Young Boys. Das Team aus Zürich kam erst in der Nachspielzeit zum Ausgleichstreffer durch Patricia Willi. Allerdings hat der FCZ noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Tabellenführer FC Neunkirch feierte mit dem 2:0 gegen Luzern dank eines Doppelpacks von Ameli Pietrangelo den zehnten Sieg im zehnten Spiel.
Die ersten Drei: FC Neunkirch (30 Punkte), Basel (24), Zürich (18)