Freitag 05 August 2016, 12:36

Gnabry: "Man kann immer einen draufsetzen“

Wenn man den ersten Auftritt von Serge Gnabry beim Olympischen Fussballturnier der Männer Rio 2016 mit einer Überschrift versehen sollte, dann könnte diese: Er kam, sah und traf lauten. Der Stürmer in Diensten des englischen Erstligisten FC Arsenal war in der 28. Minute für Leon Goretzka in die Partie gekommen und auf die linke Angriffsseite gerückt, wo er ordentlich für Wirbel sorgte.

In Führung ging jedoch der Gegner. Der schon im Finale der Olympia-Auflage 2012 in London doppelt erfolgreiche Oribe Peralta traf in der 52. Minute zur Führung Mexikos. Gnabrys Antwort folgte nur kurz darauf. Nach einem Traumpass von Niklas Süle lief der England-Legionär alleine auf Torhüter Talavera zu und schob das Leder rechts an ihm vorbei ins Tor.

"Ich bin froh der Mannschaft mit meinem Tor geholfen zu haben. Ich kann es natürlich noch viel besser machen und hoffe, dass ich das auch im nächsten Spiel zeigen kann", freute sich der 21-Jährige nach dem Spiel im Interview mit FIFA.com und fügte hinzu: "Man kann immer einen draufsetzen."

Auch wenn dem DFB-Team zum Start in das Olympische Fussballturnier, für das sich Deutschland erstmals seit 1988 wieder qualifizieren konnte, ein Sieg verwehrt geblieben ist, zeigt sich Gnabry durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

"Wir hatten keine lange Zeit, um uns auf das Turnier vorzubereiten", erklärt der gebürtige Stuttgarter. "Es war ein hartes Spiel. Mexiko hat das sehr gut gespielt, mit langen Bällen viel Druck auf unsere Abwehr ausgeübt und die Stürmer unterlaufen. Am Ende war es ein faires Ergebnis."

Koreaner in Torlaune Im zweiten Spiel steht am kommenden Sonntag nun die Partie gegen Korea Republik an, die sich im ersten Spiel gegen Fidschi in absoluter Torlaune präsentierten und gleich acht Mal erfolgreich waren. Die Elf von Trainer Horts Hrubesch ist also vorgewarnt.

"Man darf keinen Gegner unterschätzen. Alle sind nicht ohne Grund hier und haben sich auf ihren Kontinenten qualifiziert. Deswegen werden es auch alles harte Spiele werden. Wir werden uns gut vorbereiten und die Lehren daraus ziehen, wie sie im ersten Spiel gegen Fidschi agiert haben“" antwortet Gnabry, der im Jahr 2011 den Schritt von der U-17 des VfB Stuttgart zur U-18 des FC Arsenal wagte, auf die Frage, ob das Team etwas anders machen sollte.

Für Arsenal absolvierte der flinke Flügelspieler bisher zehn Spiele in der Premier League. Auch in der UEFA Champions League durfte er für die Gunners ran. Was die Nationalmannschaft betrifft, ist das Olympische Fussballturnier das erste große Turnier im DFB-Dress für den Youngster. Entsprechend  groß ist die Bedeutung.

"Natürlich merkt man, dass es etwas ganz Besonderes und Großes ist hier zu sein in Brasilien. Die Atmosphäre im Stadion und die Zuschauer waren fantastisch. Es ist für jeden eine Ehre dabei zu sein."

Und wenn Gnabry weiterhin ein Näschen für die wichtigen Tore hat, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass er mit der deutschen Mannschaft noch etwas länger dabei ist...