Neue Vorschrift, wonach alle Teams bei FIFA-Frauenwettwerben je mindestens eine Cheftrainerin oder Assistenztrainerin haben müssen
Regelung ab diesem Jahr bei den U-17- und U-20-Weltmeisterschaften sowie dem FIFA-Meisterpokal der Frauen™ in Kraft
Wegweisender Schritt Teil des langfristigen Engagements der FIFA, statutarische Fortschritte mit kontinuierlichen Investitionen in die Trainerausbildung zu verbinden
Der FIFA-Rat hat heute wegweisende Regelungen verabschiedet, die bei allen FIFA-Frauenwettbewerben eine Frauenvertretung in der Teamführung vorschreiben und so die Zukunft des Frauenfussballs neu gestalten. Ab diesem Jahr müssen alle Teams, die an FIFA-Frauenwettbewerben teilnehmen, sicherstellen, dass ihr Cheftrainer und/oder mindestens einer der Co-Trainer weiblich ist, dass mindestens ein Mitglied des medizinischen Stabs weiblich ist und dass mindestens zwei der auf der Mannschaftsbank sitzenden Offiziellen weiblich sind. Dies gilt für alle Jugend- und Erwachsenenturniere sowie Nationalteam- und Klubwettbewerbe.
Die Regelung, die vom FIFA-Rat bei einer Sitzung am Donnerstag, 19. März, verabschiedet wurde, kommt erstmals bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™ im September in Polen zur Anwendung, danach auch bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft™ und dem FIFA-Meisterpokal der Frauen™, die ebenfalls in diesem Jahr stattfinden. Die Regelung gilt auch für die grösste Frauensportveranstaltung der Welt, sprich die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™, die 2027 in Brasilien ausgetragen wird.
„Es gibt schlicht nicht genug Trainerinnen. Wir müssen mehr unternehmen, um klare Perspektiven zu schaffen, mehr Chancen zu bieten und die Sichtbarkeit von Frauen an der Seitenlinie zu verbessern“, sagte FIFA-Fussballdirektorin Jill Ellis.
Die neuen FIFA-Regelungen sind zusammen mit gezielten Förderprogrammen eine wichtige Investition in heutige und künftige Generationen von Trainerinnen.
Die Initiative ist Teil einer übergeordneten Strategie der FIFA, damit das schnelle Wachstum des Frauenfussballs mit einer stärkeren Vertretung von Frauen in Trainer- und Führungspositionen einhergeht. Trotz des weltweit starken Wachstums des Frauenfussballs werden Trainerposten nach wie vor überwiegend von Männern besetzt. Bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023™ waren erst zwölf der insgesamt 32 Cheftrainer Frauen. Die neuen Regelungen sind Teil der langfristigen Strategie der FIFA, statutarische Fortschritte mit kontinuierlichen Investitionen in die Trainerausbildung und die berufliche Weiterentwicklung zu verbinden und Frauen so auf solche Führungspositionen vorzubereiten.
Die FIFA setzt sich dafür ein, die Zahl qualifizierter Trainerinnen auf höchstem Niveau zu erhöhen. Im Rahmen ihrer globalen Frauenfussballstrategie unterstützt die FIFA ihre Mitgliedsverbände rund um die Welt mit verschiedenen Programmen und finanziellen Beiträgen, um die Zahl der Trainerinnen zu erhöhen. Angeboten werden u. a. Trainermentoringprogramme (international und national), Trainerstipendien (einzeln und in Gruppen) und sowie der Ausbildungsweg für Trainerausbilderinnen. Seit 2021 hat die FIFA im Rahmen ihres Stipendienprogramms 795 Trainerinnen in 73 FIFA-Mitgliedsverbänden unterstützt und ihnen so Zugang zu Weiterbildungen und Karrierechancen verschafft. Das Nachhaltigkeitsprogramm der ersten Ausgabe des FIFA-Meisterpokals der Frauen™ in diesem Jahr stellt weitere Mittel zur Verfügung. Klubs der Women’s Super League 1 und 2 bieten so Trainerstipendien für Frauen für den Erwerb einer Pro- oder A-Lizenz der UEFA. Die dritte Ausgabe des 2025 lancierten FIFA-Programms „Spitzensport: Trainermentoring“stellt aufstrebenden Trainerinnen zudem 20 der weltweit erfolgreichsten Coaches zur Seite. Mit dem FIFA-Ausbildungsweg für Trainerausbilderinnen vergrössert die FIFA schliesslich das globale Netz von Instrukteurinnen, die die nächste Generation von Trainerinnen ausbilden und begleiten werden.