FIFA Forward unterstützt die dreijährige Modernisierung des Stadions in der Hauptstadt Bujumbura, wodurch Spiele der Nationalmannschaft wieder in Burundi stattfinden können
Die renovierte Sportstätte mit einer Kapazität von 15.000 Plätzen wurde im Rahmen eines Anpassungsprojekts an die FIFA-Normen mit Kunstrasen und Flutlicht ausgestattet
Das Stadion soll laut FIFA-Präsident Gianni Infantino „ein passendes Zuhause für den burundischen Fussball“ werden
Das renovierte Intwari Stadium in Burundi wurde offiziell eingeweiht. Dank dem von FIFA Forward unterstützten Projekt besitzt das afrikanische Land wieder einen Austragungsort für Länderspiele auf heimischem Boden. Der Name des Stadions bedeutet in der Landessprache Burundis, Kirundi, „Stadion der Helden“. Es wurde erstmals in den frühen 1960er Jahren eröffnet und entsprach vor Beginn der Renovierungsarbeiten im Jahr 2022 nicht mehr den Normen der Confédération Africaine de Football (CAF) und der FIFA für die Austragung von Länderspielen.
Deshalb mussten Länderspiele der Nationalmannschaften Burundis ausserhalb des Landes ausgetragen werden, aber dank der engen Zusammenarbeit zwischen der FIFA und der burundischen Regierung unter Präsident Évariste Ndayishimiye konnten die Renovierungsarbeiten Ende 2025 abgeschlossen werden. So verfügt Burundi nun über ein Stadion, in dem es endlich Gegner auf heimischem Boden empfangen kann.
„Herzlichen Glückwunsch zur offiziellen Einweihung des modernisierten Intwari Stadium. Diese Sportstätte ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die FIFA mit Regierungen und FIFA-Mitgliedsverbänden zusammenarbeitet, um den Fussball Menschen auf der ganzen Welt zugänglicher zu machen. Dabei bin ich Präsident Ndayishimiye besonders dankbar“, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino in einer Videobotschaft während der Zeremonie vor einem Spitzenspiel der ersten Liga im Stadion.
„Ich habe das Stadion im Oktober 2023 selbst besucht und war bewegt von der Begeisterung aller an diesem Projekt Beteiligten, um dem burundischen Fussball ein angemessenes Zuhause zu bieten – und von ihrer Leidenschaft für unseren wunderbaren Sport.“
Während der dreijährigen Renovierungsphase wurde das Stadion mit Kunstrasen ausgestattet und es wurden vier Flutlichter installiert, um Spiele in der Nacht zu ermöglichen. Auch andere Bereiche wie die Kabinen und Umkleideräume wurden dank der FIFA Forward-Finanzierung in der zweiten und dritten Phase der Initiative renoviert.
„Der Wille zur Modernisierung der Infrastruktur Burundis und das Engagement zur Erfüllung internationaler Standards sind vorbildlich“, lobte FIFA-Ratsmitglied Souleiman Hassan Waberi im Namen der FIFA und unterstrich die „unerschütterliche Führungsstärke“ von Präsident Ndayishimiye und Alexandre Muyenge, Präsident des burundischen Fussballverbands (FFB), die ebenfalls an der Zeremonie teilnahmen.
„Darum geht es bei der FIFA: konkrete Massnahmen in Zusammenarbeit mit den FIFA-Mitgliedsverbänden und den Regierungen, um greifbare Ergebnisse und echte Vorteile für die Jugend und die fussballbegeisterte Öffentlichkeit zu ermöglichen.“
FFB-Präsident Muyenge lobte ausserdem die Zusammenarbeit bei der Verwirklichung des Projekts.
„Jahrelang wurden unsere Länderspiele im Ausland abgehalten. Heute haben wir das Privileg sie auf eigenem Boden veranstalten zu können. Dies ist ein bedeutender Fortschritt, der durch das Engagement der Regierung ermöglicht wurde. „Dieses Stadion wurde nicht vom Verband, sondern von unserem Land und durch den Willen des Staatsoberhauptes gebaut“, sagte er.
Erstmals öffnete das Stadion im September letzten Jahres seine Tore: für Spiele im Rahmen der Qualifikation zur FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft™. Die Herren-Nationalmannschaft feierte am 9. Oktober 2025 mit einem Qualifikationsspiel zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ gegen Kenia ihr Wettkampfcomeback in Burundi.
Nun hofft man, dass das Stadion nicht nur eine angemessene Kulisse für Länder- und hochkarätige Ligaspiele bietet, sondern auch die Teilhabe der Fans fördert und die Sichtbarkeit Burundis bei regionalen und internationalen Wettbewerben erhöht. Es soll ebenfalls zur Förderung des Fussballsports unter Jugendlichen in Burundi beitragen, das im Oktober 2023 als 100. Land dem FIFA-Programm „Football for Schools“ beigetreten ist und auch Geldmittel aus dem FIFA-Talentförderungsprogramm erhalten hat.
„Während meines Besuchs habe ich ein sehr positives Gespräch mit dem Präsidenten von Burundi über alles, was mit der Talentsuche in jedem Winkel jedes Dorfes und jeder Stadt des Landes zu tun hat, geführt. Dieses modernisierte Stadion ist Symbol dieses Engagements“, fügte der FIFA-Präsident hinzu. „Es ist grossartig, dass Burundi nun internationale Wettkämpfe, darunter Qualifikationsspiele für die FIFA-Weltmeisterschaft und die FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft, im eigenen Land ausrichten kann. Vor heimischem Publikum zu spielen verschafft der Mannschaft nicht nur einen zusätzlichen Vorteil, sondern inspiriert auch junge Menschen, weil sie so die Möglichkeit haben ihre Helden und Vorbilder hautnah in Aktion zu erleben. Dieses Stadion ist ein Juwel für Burundi. Wir von der FIFA sind stolz darauf Teil dieses Projekts zu sein und in die Mädchen und Jungen in Ihrem schönen Land zu investieren.“
Ratsmitglied Waberi kam zu folgendem Schluss: „Bei der Einweihung dieser grossartigen Anlage sollten wir uns daran erinnern, dass sie mehr ist als nur Beton und Rasen. Dies ist ein Ort, an dem Träume geboren werden und die Helden von morgen aufsteigen.“