FIFA
Donnerstag 30 März 2017, 14:39

Aloufi auf dem Königsweg

  • Khalid "xX ThE RoYaL Xx" Aloufi aus Saudiarabien hat das Regionalfinale von FIFA Ultimate Team in Sydney gewonnen

  • Im Finale besiegte er seinen Landsmann Abdulaziz "A8drAfwz" Alshehri, den Gewinner des FIWC 2015

  • Beide Finalisten sind für die FIFA 17 Ultimate Team Championship in Berlin (20. und 21. Mai) qualifiziert, der letzten Etappe vor dem Grand Final des FIWC 2017

Das Leben von Khalid hat sich verändert, seit er am 11. Februar in Australien seine Trophäe in die Höhe stemmte. "Inzwischen kennen mich viele Leute", freut sich der 21-Jährige am Mikrofon von FIFA.com. "Seit ich als Champion aus Sydney zurückgekehrt bin, wissen die Leute, wer ich bin. Ich habe jetzt eine Reputation! Wenn ich online spiele, erkennen die Leute meinen Gametag und meine Gegner gratulieren mir und wünschen mir viel Glück für die Zukunft. Das macht mich glücklich."

"Ich glaube, ich bin jetzt stärker als vorher", fährt er fort. "Seit ich aus Sydney zurück bin, hatte ich sehr gute Ergebnisse. Ich würde sagen, der Erfolg hat mir mental gut getan." Khalids Wandlung zum Champion begann dabei schon im vergangenen Jahr in New York, wo er am Grand Final des FIWC 2016 teilnahm. "Als ich dort ankam, hatte ich keine Ahnung, was auf mich zukommen würde", gesteht er. "Ich musste erstmal mit Profis trainieren, um überhaupt zu wissen, wo ich stehe. Ich habe mich ganz achtbar aus der Affäre gezogen und bin Erster in meiner Gruppe geworden. Im Achtelfinale habe ich dann den Faden verloren. Ich habe das Tor nicht getroffen und im Elfmeterschießen verloren."

Im Finale von Sydney zeigte sich Khalid dann jüngst als echter Kämpfer und drehte das Spiel gegen den interaktiven Ex-Weltmeister. "Die Erfahrung von New York war sehr lehrreich, auch für Berlin", sagt er. Im Finale ausgerechnet auf Alshehri zu treffen, war für Aloufi durchaus etwas Besonderes. "Er war es, der mich dazu inspiriert hat, Profi zu werden. Der erste FIFA-Wettbewerb, den ich gesehen habe, war der FIWC 2015, den er gewonnen hat. Als ich das gesehen habe, habe ich mir gesagt, das kann ich auch schaffen, wenn ich sein Niveau erreiche. Schon im Jahr darauf habe ich das Grand Final erreicht!", berichtet er.

Mit dem Gewinn der beiden Tickets für Berlin, um die es in Sydney ging, haben die beiden Saudis einmal mehr bewiesen, wie hoch das Spielniveau in ihrem Land ist. "Diese Paarung im Finale ist für mich nur logisch, denn ich halte uns für die Besten in der Region", sagt Aloufi. "Vielleicht ist Saudiarabien sogar das beste Land der Welt? Berlin wird es zeigen."

Viel Zeit zum Trainieren hat der Student der Zahnmedizin, der in zwei Jahren seinen Abschluss haben will, allerdings nicht. "Verglichen mit anderen Profis spiele ich nicht viel. Aber das ist auch gut so, denn dann hat man mehr Eingebungen und mehr Kampfkraft", findet der junge eSport-Profi und künftige Zahnarzt.