Samstag 17 September 2022, 20:45

FIFA-Präsident betont die Dringlichkeit höherer Standards in der Klub-Verwaltung

  • Gianni Infantino wandte sich an eine Sitzung des FIFA-Diploms im Klub-Management

  • 40 Teilnehmer, darunter Administratoren aus aller Welt und Fussballgrößen wie Carli Lloyd, Tim Cahill, Fernandinho, John Terry und Juan Mata, sind bei dem Programm dabei

  • Infantino: Höhere Standards in der Verwaltung sind der Schlüssel zur Verbesserung des Wettbewerbsgleichgewichts

In einer Ansprache an 40 Teilnehmer einer Sitzung beim zweiten FIFA-Diplom im Klubmanagement betonte FIFA-Präsident Gianni Infantino die Dringlichkeit, die Standards in der Klub-Verwaltung global anzuheben. Er sagte, dies sei der Schlüssel zur Verbesserung des Wettbewerbsgleichgewichts. "Die Klubs müssen immer höhere Standards erfüllen, denn es stimmt, dass es eine Kluft zwischen einigen wenigen Ländern in Europa - nicht einmal ganz Europa, sondern einige wenige Länder - und dem Rest der Welt gibt", sagte er in einer Videoansprache, die bei der Sitzung in New York gezeigt wurde. "Deshalb freue ich mich, dass Sie die ganze Welt vertreten." "Wir müssen diese Kluft schließen, aber nicht, indem wir diese großen europäischen Klubs herunter holen, denn auch diese großen Klubs müssen weiter wachsen. Im Gegenteil: Der Rest der Welt muss ebenfalls wachsen und sicherstellen, dass wir eine wettbewerbsfähigere Fussballwelt haben."

Das FIFA-Diplom im Klub-Management soll Führungskräften und ehemaligen Nationalspielern aus der ganzen Welt das neueste praktische Know-how und Einblicke in die Branche vermitteln. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Konföderationen sind bei der zweiten Auflage des zwölfmonatigen Programms dabei, darunter Fussballgrößen wie Carli Lloyd, Tim Cahill, Fernandinho, John Terry und Juan Mata.

Der FIFA-Präsident sagte weiter, es sei unerlässlich, dass Administratoren in den Klubs Dinge wie Spielkalender, Wettbewerbe, Talentförderung und Transferregularien bewusst seien, und dass sie ein Verständnis für den globalen Fussball entwickeln. "Es ist sehr wichtig, dass alle Beteiligten die Interessen der Welt verstehen", sagte er und fügte hinzu, dass er auch ihr Feedback begrüße. "Dies ist ein Teil der Anstrengungen, den Fussball wirklich global zu machen." Der FIFA-Präsident betonte erneut, er wolle für eine Zukunft arbeiten, in der mindestens 50 Klubs aus aller Welt gut genug sind, um potenziell die Klub-Weltmeisterschaft zu gewinnen. "Bestimmt werden 20 dieser Klubs aus Europa kommen, und das ist auch völlig in Ordnung. Doch die anderen 30 müssen von den fünf anderen Kontinenten kommen, und das wird fantastisch", meinte der FIFA-Präsident.

Eine der vielen Attraktionen des Kurses ist das hohe Ansehen der Referenten, darunter Top-Führungskräfte aus der ganzen Welt, als auch der Teilnehmer, darunter eine Reihe aktiver und ehemaliger Spielerinnen und Spieler, die das nötige Handwerkszeug und Wissen erhalten, um erfolgreich einen Fussballklub zu führen. Dazu gehören beispielsweise auch Tim Cahill, der bei drei FIFA-WM-Endrunden für Australien traf, und Fernandinho, der in der Ukraine und England nicht weniger als elf Ligatitel anhäufte.