FIFA
Mittwoch 30 September 2026, 13:00

Neuer Tätigkeitsrekord des FIFA-Fussballgerichts, während seine Regulierungsfunktion an Bedeutung gewinnt

FIFA Football Tribunal sets new activity record as regulatory role expands
  • Eingang und Bearbeitung von mehr als 22.000 Fällen, Anträgen und Anfragen im Zeitraum 2025/2026, was die Bedeutung und Effizienz der von der FIFA angebotenen Regulierungs- und Streitbeilegungsdienste unterstreicht

  • Anstieg der Zahl der Anträge auf Spielberechtigung und Verbandswechsel im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ um rund 37 %

  • Zunehmende Nutzung von Schlichtungsverfahren, kontinuierliche Innovationen und die Anwendung des vorläufigen Regulierungsrahmens als Beleg für die sich wandelnde Rolle des Fussballgerichts

Die FIFA hat ihren fünften Jahresbericht zum Fussballgericht veröffentlicht der die Arbeit des FIFA-Fussballgerichts sowie der Abteilung für Streitfälle und regulatorische Anträge im Zeitraum vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 darlegt.

Im Berichtszeitraum wurde erneut ein Rekordniveau verzeichnet. Mehr als 22.000 Fälle, Anträge und Anfragen sind eingegangen und wurden bearbeitet. Die Zahlen zeigen, dass das FIFA-Fussballgericht für das reibungslose Funktionieren des globalen Transfersystems immer wichtiger wird. Dieses geht über die traditionelle Streitbeilegung hinaus und umfasst auch Regulierungsdienstleistungen.

Gleichzeitig ist es gelungen, das gestiegene Volumen zu bewältigen, ohne dabei Abstriche bei der Effizienz oder Qualität vornehmen zu müssen. Internationale Transfers von Minderjährigen wurden weiterhin innerhalb kurzer Fristen abgewickelt, während auch Streitbeilegungsverfahren durchweg zügig abgeschlossen wurden. Dies unterstreicht nicht nur den Umfang der Arbeit des Fussballgerichts, sondern auch das anhaltende Engagement der FIFA, alle Interessengruppen durch effiziente Verfahren und zeitnahe Entscheidungen im gesamten Fussballbereich zu schützen.

Im Berichtszeitraum wurden über 1. 000 internationale Transfers von Minderjährigen beantragt. Auch bei der Zahl der Anträge bezüglich Spielberechtigung und Verbandswechsel war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Diese haben im Vorfeld der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ um rund 37 % zugenommen.

Der diesjährige Bericht enthält erstmals eine eigene Analyse der Auswirkungen des WM-Zyklus auf diese Anträge. Die Analyse untersucht, wie sich die Aktivitäten im Zuge des Qualifikationsprozesses entwickelt haben, welche FIFA-Mitgliedsverbände am aktivsten beteiligt waren und wie sich die Anträge auf die sechs Konföderationen verteilten. Auch bei vertraglichen Streitigkeiten setzte sich der anhaltende Aufwärtstrend fort. So wurden sowohl bei der Zahl der eingegangen als auch der beigelegten Klagen Rekorde verzeichnet, insbesondere bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten zwischen Spielern und Vereinen.

Auch die Mediation gewann an Dynamik. Die Zahl der vorgelegten Fälle hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Berichtszeitraum mehr als verdoppelt, während die Zahl der erfolgreichen Mediationen ebenfalls deutlich gestiegen ist.

Der Berichtszeitraum war zudem das erste volle Jahr nach der Verabschiedung des vorläufigen Regulierungsrahmens, in dem das FIFA-Fussballgericht den überarbeiteten Rahmen anwandte und auslegte.

All diese Aktivitäten zeigen, wie sehr sich die FIFA für transparente, effiziente und zugängliche Regulierungs- und Streitbeilegungsdienste für alle Interessengruppen weltweit engagiert.