Donnerstag 17 August 2023, 03:00

Aufbau von Beziehungen und Förderung des Fussballs im Zentrum des FIFA-Diploms in Klubmanagement

Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023™ bot eine perfekte Plattform für die Durchführung eines Teils der zweiten Ausgabe des FIFA-Diploms in Klubmanagement. Vertreter einer breiten Auswahl von Klubs aus aller Welt nahmen am breitgefächerten zweiwöchigen Programm in Australien und Neuseeland teil.

Am Modul, das Teil eines umfassenden 18-monatigen Programms ist, nahmen auch ausgewählte Gäste von A-League-Klubs teil, die so mit Eigentümern und Führungskräften von Klubs aus allen Teilen der Welt Kontakte knüpfen und Wissen austauschen konnten. Auf dem Programm standen Themen wie Kommunikation, Marketing, Partnerschaften und Geschäftspraktiken sowie Präsentationen von verschiedenen lokalen Fussball‑ und Sportorganisationen.

Getreu den FIFA-Zielen fördert der Lehrgang den Wissensaustausch sowie ein besseres Gleichgewicht unter den Klubs und trägt so dazu bei, dass viel mehr Klubs aus aller Welt auf und neben dem Platz auf höchster Ebene mithalten können.

Der ehemalige ghanaische Nationalspieler Kevin-Prince Boateng gehörte zu den renommierten Rednern, die ihr wertvolles Wissen aus Spielersicht weitergaben, ebenso Tim Cahill, Teilnehmer des Lehrgangs und australische WM-Legende, Ross Pelligra, australischer Unternehmer und Besitzer des FC Catania, Ebru Koksal, ehemaliger Geschäftsführer von Galatasaray Istanbul, sowie James Johnson, Geschäftsführer des australischen Fussballverbands.

„Das FIFA-Diplom in Klubmanagement ist mehr als ein Lehrprogramm. Es ist eine einzigartige Plattform, um Kontakte zu knüpfen und Wissen auszutauschen, und wächst in Riesenschritten“, sagte Ornella Desirée Bellia, Direktorin der FIFA-Subdivision für Beziehungen und Entwicklung im Profifussball. „Ins FIFA-Klubmanagementnetzwerk werden nicht nur die teilnehmenden Klubs aufgenommen, sondern auch die Klubs, die wir bei jedem Modul vor Ort besuchen, sowie die Führungskräfte und Spieler, die als Gastredner teilnehmen.“

„Dieses Mal haben wir zu unseren Sitzungen und Aktivitäten Führungskräfte von Klubs der A-League eingeladen. Mit Besuchen der Trainingsanlagen der Klubs aus Sydney und Wellington vergrössern wir das Netzwerk in der Region. Bei dieser Initiative geht es darum, die Fussballklubs rund um die Welt miteinander zu vernetzen, Beziehungen aufzubauen und zu festigen sowie den Austausch von Musterlösungen zu fördern. Die FIFA profitiert so von einem immer professionelleren globalen Fussballökosystem.“

FIFA Diploma in Club Management -  FIFA Women's World Cup Australia & New Zealand 2023

Ein weiterer Gast beim zweiwöchigen Modul war David Dome, Geschäftsführer des einzigen neuseeländischen Profiklubs, Wellington Phoenix. Das Männer‑ und das Frauenteam von Phoenix spielen in der australischen A-League.

„Das Kursmaterial ist sehr gut“, sagte Dome. „Der Kurs ist ausgezeichnet organisiert und bietet gute Einrichtungen. Wenn man nicht vor Ort dabei sein kann, gibt es den Livestream. Jeder präsentiert Berichte, die viele gute Einblicke bieten. Und die Erkenntnisse kann man beim Netzwerken gleich besprechen.“

„Ich habe vor allem gelernt, dass die Herausforderungen überall auf der Welt gleich oder ähnlich sind. Jeder hat ähnliche Strategien und Herausforderungen, egal in welcher Liga. Manchmal unterscheiden sich nur die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel oder die Art des Markts.“

Aus Australien waren Vertreter der Newcastle Jets, des FC Sydney und der Western Sydney Wanderers sowie von A-League-Meister Central Coast Mariners eingeladen. Die Mariners, die grossen Wert auf die Verankerung vor Ort legen, sind die neusten Teilnehmer an der A-League der Frauen, wenn im Oktober die neue Saison beginnt.

„Es war toll, Menschen aus aller Welt zu treffen. Neue Kontakte zu knüpfen, war daher das Highlight“, sagte Shaun Mielekamp, Geschäftsführer der Central Coast Mariners. „Das Netzwerken war eine fantastische Möglichkeit, und die Fallstudien regten wirklich zum Nachdenken an.“

„Marketing, Kommunikation und insbesondere künstliche Intelligenz standen für uns in Bezug auf globale Fussballtrends im Vordergrund und haben uns die Augen geöffnet.“

„Viele Klubs, mit denen wir uns austauschten, waren sehr daran interessiert, wie wir mit kleinen Budgets und aus einer kleinen Region zurechtkommen. Mir wurden wohl mehr Fragen gestellt, wie ich selbst stellen konnte.“

Für Mielekamp bietet die nächste Saison eine einmalige Chance, das lokale Interesse nach der Frauen-WM zu nutzen.

„In Bezug auf die WM sind die Matildas grösser als die Socceroos. Es gibt daher keinen Grund, weshalb unser Frauenteam nicht auch grösser sein kann als unser Männerteam. Wir sehen das Frauenteam nicht als Kostenfaktor, sondern als Geschäftseinheit. Es beginnt mit Geschäftspartnerschaften und endet mit vollen Tribünen.“

„Für uns ist klar, dass die Lancierung eines A-League-Frauenteams im Zug der Frauen-WM wirklich wichtig ist. Jeder im ganzen Land weiss nun, wie stark der Frauenfussball – und der Fussball im Allgemeinen – ist. Die Gemeinschaft einzubeziehen, die Zuschauer ins Stadion zu bringen und Einnahmen zu generieren, spielte für uns alles zusammen. Heute ist diese Diskussion viel einfacher als noch vor drei Wochen.“

AN WEN RICHTET SICH DAS?

Wieso soll ich mich anmelden?

FIFA Diploma in Football Law – Module 5 in Mexico City
Wer kann sich bewerben?

Das FIFA-Diplom in Fussballrecht richtet sich an Führungskräfte im Sport, die sich mit Blick auf ihre Karriere in Fussballrecht weiterbilden und sich von Experten aus verschiedenen Bereichen umfassend und eingehend über die neusten Fussballbestimmungen und -trends informieren lassen möchten.

ZURICH, SWITZERLAND - FEBRUARY 24: Speaker Borja Garcia during a Diploma in Football Law event on February 24, 2022 in Zurich, Switzerland. (Photo by Harold Cunningham/FIFA)
Vorteile

Absolventen dieses Programms haben bessere Chance auf eine Anstellung in der Rechtsabteilung eines FIFA-Mitgliedsverbands, eine juristische Beschäftigung bei einer Spielervereinigung, einem Verein oder einer Liga oder eine Tätigkeit als Sportanwalt in der Fussballbranche.